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Kornhus Bad Münder - Impressionen

Historie des Kornhus bad Münder

Aus der Weserrenaissance so um 1550/1600 stammt das heutige Kornhus.

Das „Steinerne Haus" war neben dem Herrenhaus des von Wettbergischen Burghofes und das Haus des Tilemann Büsing am Steinhof, wo die heutige Sparkasse Weserbergland untergebracht ist, eins der drei steinernen Häuser dieser Zeit. Das „Steinerne Haus" war das Lagergebäude für Korn, das Kornmagazin. Jede Stadt musste für Notzeiten (z.B. Belagerungen) ein Kornhaus haben.

Diese Häuser enthielten meistens eine Bäckerei, die auch hier noch 1928 bestand. Die erste Konzession, die für das „Steinerne Haus" vergeben wurde, stammt aus dem Jahr 1924. Es wurde als Weinstube und später als Cafe von Karl Jörren betrieben. Im Gegensatz zum Inventar hat sich die Außenfassade zur Marktstr. über die Jahrhunderte kaum verändert.

Am 14.Juni 1946 wird von der Kreisverwaltung Springe eine Erlaubnis zum Betrieb einer Bierstube und Speisewirtschaft ausgestellt, jetzt „Haus der Väter". Die Schankwirtschaft wird nur kurz betrieben und im Januar 1947 wird erneut eine Konzession beantragt, die aber abgelehnt wird. Grund: Die Stadt Bad Münder sieht kein Bedürfnis für die Beibehaltung dieses Lokals als Gaststätte.

Das „Haus der Väter" wurde von Paul Jeska am 15.August 1950 wieder zum Leben erweckt. Erst selbst und dann von seinem Sohn Axel wurde das „Haus der Väter" die Gaststätte bis 1972 betrieben. Nach diversen Umbauten wurde die Gaststätte dann von Friedhelm Hakemeyer und später Marion Krüger betrieben.

1991 verkauft und von den damaligen Eigentümern mit Geldern aus der Strukturhilfeförderung saniert und mit einem Anbau versehen. Der Name „Haus der Väter" wurde in Anbindung an die Tradition des Gebäudes als Kornspeicher durch „Kornhus" ersetzt. Die entstandene Hausbrauerei von verschiedenen Geschäftsführern der Brauerei geleitet und erwarb sich einen guten Ruf. Leider wurde im Herbst 2008 Insolvenz angemeldet. Nach mehr als 2 Jahren Leerstand wurde das Objekt im Dezember 2010 von den Eheleuten Karl und Claudia Mildenberger erworben. Nach diversen Sanierungs- und Umbauarbeiten, die im Wesentlichen von Denkmalschutz und Brandschutz vorgegeben wurden, am 17.Juni 2011 wieder eröffnet mit dem Ziel einer Erlebnisgastronomie.

Quellen: Der Söltjer 2004